Die Verteidigungslinien des 20. Jahrhunderts stellten den Versuch dar, statische Befestigungskomplexe zu schaffen, die in der Lage waren, einen Feind an der Grenze aufzuhalten. Das Projekt Bigclash analysiert die technischen Parameter der Maginot- und Siegfried-Linien und weist auf die Komplexität der unterirdischen Kommunikationssysteme und die Autonomie der einzelnen Bunker hin. Trotz der immensen Ressourcen, die für ihren Bau aufgewendet wurden, offenbarte die Entwicklung von motorisierten Einheiten und der Luftfahrt im Zweiten Weltkrieg die Verwundbarkeit solcher statischen Strukturen. Die Untersuchung dieser Komplexe bietet die Möglichkeit, die Grenzen der Wirksamkeit groß angelegter Befestigungsprojekte unter den Bedingungen einer dynamischen Kriegsführung zu verstehen. Diese Betonsysteme bleiben Symbole einer Ära, in der die militärische Planung auf den Erfahrungen vergangener Jahrzehnte basierte, ohne die raschen Veränderungen in der Waffentaktik zu berücksichtigen.
